Wie stellt sich das Problem der Abtreibung in Ländern wie Japan dar, wo sie gang und gäbe ist?

In Japan wird die Abtreibung laufend praktiziert; man schätzt sie jährlich auf eine halbe Million. Allerdings ist dazu zu bemerken, daß die scheinbare Alltäglichkeit dieser Praxis das Schuldgefühl der Betroffenen nicht zu beseitigen vermag. Es gibt sogar eigene Friedhöfe für Ungeborene, wo kleine Figuren für die kleinen Abtreibungsopfer aufgestellt werden.

Dabei bereitet sich Japan - wo nur wenige Frauen berufstätig sind - derzeit große Bevölkerungsprobleme. Der Fruchtbarkeitsindex liegt dort bei 1,5, und die Überalterung der Bevölkerung verschärft sich.

Bislang hat Japan seinen Bevölkerungsschwund noch dadurch umgangen, daß es bestimmte Industrien im Ausland ansiedelte. Aber die japanischen Verantwortlichen beginnen zu erkennen, daß die absehbaren Schwierigkeiten als Folge der Bevölkerungsentwicklung seine Expansion schwer belasten werden.

Aus diesem Grund hat Japan neuerdings strenge Maßnahmen ergriffen, die den Frauen die Empfängnisverhütung erschweren. Aus demselben Grund versucht Japan japanische Auswanderer oder deren Söhne nach Japan zurückzurufen. Damit soll das aufkommende Problem des Arbeitskräftemangels im Reich der Aufgehenden Sonne gelöst werden.

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