Schadet eine große Menschenzahl nicht der Umwelt?

Daß der Mensch eine unglaubliche Fähigkeit besitzt, die Umwelt zu zerstören, bedarf keiner Erwähnung.

a) Wenn alle Menschen so viel und so anarchisch konsumieren würden wie die Einwohner der reichen Länder, insbesondere der USA, wäre der Planet bald am Ende.

b) Das Inbrandsetzen der Ölquellen in der Golfregion zeigt, daß die Zerstörungswut bis zum Irrsinn gehen kann. Nicht weniger besorgniserregend ist auf längere Sicht der Kahlschlag der Regenwälder.

c) Ebenso katastrophale Wirkungen, wenn auch etwas geringeren Umfangs, ergeben sich überall dort, wo natürliche Hilfsquellen nach wenig wirksamen archaischen und umweltschädlichen Methoden benutzt werden.

Dem sind jedoch andere Entwicklungen entgegenzuhalten:

a) Als erstes zum Beispiel die Fortschritte der Agronomie. Sie beweisen zum Glück, daß der Mensch auch eine erstaunliche Fähigkeit besitzt, die Umwelt und die natürlichen Hilfsquellen sorgsam zu nutzen. Sogar die UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) hat eingestanden, daß es sich bei den Ernährungsproblemen weniger um technische als vielmehr um politische und mithin moralische Probleme handelt.

b) Des weiteren ist zu beachten, daß bessere Erziehung und größerer Wohlstand von selbst eine Geburtenregulierung herbeiführen, das Umgekehrte aber nicht gilt.

c) Die Achtung des Ökosystems beginnt schließlich bei der Achtung vor seinem Kern: dem Menschen. Wie soll man vor einem Elefanten oder einem Robbenbaby Achtung empfinden, wenn man nicht einmal das Fleisch vom eigenen Fleische achtet?

Allzuoft zerstören Menschen das natürliche Gleichgewicht aus Gewinngier und erklären dann mit zynischer Unverfrorenheit, es gebe auf dem Planeten zu viele Menschen und diese "Überbevölkerung" verschmutze die Umwelt. Erst holzt man die Regenwälder ab, und dann erklärt man, in Brasilien gebe es zu viele Menschen (obwohl im Amazonasgebiet praktisch niemand lebt).

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