Liegt die Quelle der Bevölkerungslehre der Kirche nicht in einer geburtenfördernden Ehemoral?

Die Aussagen der Kirche zur Demographie gründet vor allem in ihrer Soziallehre, die insoweit vor allem durch die Ehemoral erhellt wird. Im übrigen ist diese Ehemoral auf die verantwortliche Elternschaft ausgerichtet.

Oft wird aber übersehen, daß die christliche Soziallehre ebenso anspruchsvoll ist wie die christliche Ehemoral.1 Als erstes erklärt die kirchliche Soziallehre, daß der Mensch nicht für den Markt, sondern der Markt für den Menschen da ist. Das Leben des Menschen darf nicht in erster Linie oder gar ausschließlich als Funktion der Gebote des Marktes organisiert werden, wie es etwa die liberale Ideologie meint.

Des weiteren sagt die Kirche, daß die Entwicklungs- und Bevölkerungsprobleme eine Folge des allgemeinen Egoismus derjenigen sind, die es ablehnen, ihren Lebensstil zu ändern und sich zu bekehren und darum das Lebensrecht der Ärmsten in Frage stellen.

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  1. Dies unterstreicht Johannes Paul II. in der Enzyklika Veritatis Splendor, 95-101.

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