Gestatten die Fortschritte der biologischen Forschung, das Menschsein des ungeborenen Kindes anzuzweifeln?

In der Veterinärmedizin stellt niemand die Frage, ob ein Hunde-Embryo nun ein Katzen-, Schafs- oder Rinderleben darstelle.

Das Produkt der menschlichen Fortpflanzung ist ein menschliches Wesen. Der menschliche Charakter des aus der Vereinigung von Mann und Frau entstandenen Embryos wird nur von denen in Frage gestellt, die die Voraussetzungen schaffen wollen, um die Abtreibung und/oder Experimente mit menschlichen Embryonen zu "rechtfertigen".

Es spricht im übrigen Bände über die entstandene ethische Verwirrung, wenn gewisse Verfechter der künstlichen Befruchtung vorgeben, sie sorgten sich moralisch wegen des Schicksals der Embryonen, die in vitro verblieben und nicht in vivo transplantiert würden.

Warum schlagen sich Wissenschaftler, die Embryos produzieren und manipulieren, eigentlich mit einem Problem herum, wenn diese laut ihrer Idee noch gar keine Menschen sind? In Tat und Wahrheit fühlen dieselben Wissenschaftler - trotz ihrer rhetorischen Versuche, ihre Experimente zu rechtfertigen - tief im Herzen, daß etwas "nicht stimmt". Es gibt nämlich eine formallogische, zwingende Begründung für die Unterlassung aller dieser Experimente: Kein Wissenschaftler hat jemals nachweisen können, daß ein Embryo erst ab einem bestimmten Zeitpunkt (9, 12, 14 oder 16 Wochen) zu einem wirklichen Menschen wird. Solange diese Beweisführung aussteht, muß man sich aller Manipulationen enthalten, denn das manipulierte und meistens zerstörte Wesen könnte ein Mensch sein.

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