Erleichtert die Abtreibung nicht wenigstens die Not der Frauen?

Sieht man einmal von den Fällen ab, in denen Frauen ihr Kind opfern, weil sie es als Hindernis für ihre Karriere, ihre Freizeit oder ihr Vergnügen betrachten, so erwarten die schwangeren Frauen in Not, daß man ihnen hilft, und nicht, daß man ihr Kind tötet. Zudem mindert die Beseitigung des Ungeborenen keineswegs die Notlage der Frau. Die meisten abtreibenden Frauen sind alleinstehend. Beseitigt die Abtreibung etwa ihre Einsamkeit? Verschärft sie diese auf Dauer nicht eher? Wenn die Gesellschaft schon die Abtreibung liberalisiert, hat sie zumindest die Pflicht, den dadurch in Not geratenen Frauen wirksam zu helfen. Sonst muß die Frau ganz allein mit ihrem körperlichen und seelischen Schmerz fertig werden und wird noch mehr in die trostlose Einsamkeit abgeschoben. Denn selbst wenn man die Gewissensbisse außer acht läßt, gibt es neben der "kurzfristigen" Notlage, die zur Abtreibung neigen läßt, auch das "langfristige" Elend, das sich nach der Abtreibung breitmachen kann.

So gilt es also vor allem anderen, der schwanger Gewordenen zu helfen, sie diskret, wirksam und innig auf ihrem Weg zu begleiten. Nur so kann sie die Schwangerschaft unter bestmöglichen Bedingungen zu Ende führen, eventuell, falls gewünscht, auch mit der Möglichkeit, das Kind nach der Geburt Adoptiveltern anzuvertrauen, zumal es auf der heutigen Welt zu viele kinderlose Paare gibt.

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