Nützt diese Mutation insbesondere bestimmten Staaten?

Der unter Leitung von Henry Kissinger entstandene Bericht des Nationalen Sicherheitsrates von 1974 wirft hierauf ein beunruhigendes Licht (http://www.population-security.org/28-APP2.html - http://www.africa2000.com/SNDX/nssm200all.html). Der bis 1989 geheimgehaltene Bericht hält die Verwirklichung einer Bevölkerungs-Kontrollpolitik in den Ländern der Dritten Welt für unerläßlich, um die Sicherheit der Vereinigten Staaten zu gewährleisten. Neben der Pille und der Sterilisierung wird dort auch die Abtreibung genannt. Im übrigen bemerkt der Bericht gewunden:

"Die Vereinigten Staaten können den Verdacht, ihre Unterstützung der Bevölkerungs-Aktivität sei imperialistisch motiviert, minimieren. Dazu muß immer wieder darauf hingewiesen werden, daß die nordamerikanische Haltung einer doppelten Sorge entspringe, nämlich:

a) dem Recht jedes Paares, seine Kinderzahl und die Geburtenabstände frei und verantwortlich zu bestimmen und freien Zugang zu der dazu nötigen Information, Erziehung und den erforderlichen Mitteln zu haben;

b) der fundamentalen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der armen Ländern, in denen das schnelle Bevölkerungswachstum sowohl ursächlich zur verbreiteten Armut beiträgt als auch deren Folge ist."1

Man kann sich mit Recht fragen, wie das "Recht auf freie Kinderzahl" in Staaten wie Indien (Zwangssterilisierung) und China (staatlich vorgeschriebene Einkindfamilie) wohl aussehen mag. Zudem ist die Kissinger-These "Bevölkerung erzeugt Armut" wissenschaftlich unhaltbar.

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  1. Vgl. Kissingerberichst S. 115, sowie auch dessen S. 22, 101, 117.

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