Es fällt schwer zu glauben, daß eine so angesehene Institution wie die UNO der Politik der "Bevölkerungseindämmung" auch mit Hilfe der Abtreibung das Wort redet.

Seit Verabschiedung der Charta von San Francisco ist die UNO eine zwischenstaatliche Organisation souveräner Staaten. Doch wenn es um Bevölkerungs- oder medizinische Fragen geht, verhalten sich ihre Sonderorganisationen, als sei die UNO eine supranationale Organisation, die über ihre souveränen Mitgliedstaaten zu bestimmen habe.

Zwar hütet man sich, das zuzugeben, aber die UNO beginnt eine neue Lesart der Breschnew-Doktrin von der "eingeschränkten Souveränität zu praktizieren. Nach und nach gibt sie ihre Rolle als Organ des Dialogs und der Konzertierung auf und verwandelt sich in ein Lenkungsorgan, das die Souveränität der Mitgliedstaaten beschneidet.

Hier handelt es sich aber eindeutig um einen Machtmißbrauch. Auf dem Umweg der von ihnen diskutierten, vorgeschlagenen und verwirklichten Bevölkerungspolitik wird eine Wesensmutation dieser Organisation betrieben, die aus der UNO eine supranationale Autorität im Dienst eines großen Weltmarktes und einer "neuen Weltordnung" machen will.

Beunruhigende Anzeichen lassen darauf schließen, daß die UNO mit ihren Sonderorganisationen dabei ist, zu einer riesigen Maschine zu werden, die von den reichsten Staaten und allen voran von den USA beherrscht wird, um zu ihrem Vorteil eine Weltregierung zu schaffen.1

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  1. Vgl. hierzu William F. Jasper, Global Tyranny... Step by Step. The United Nations and the Emerging New World Order, Appleton, Wisconsin, Western Island Publishers, 1992, sowie James Perloff, The Shadows of Power. The Council on Foreign Relations and the American Decline, Appleton, Wisc., 1990.

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