Sollte man nicht der Abtreibung vorbeugen, anstatt sie zu bestrafen?

Die Frage ist natürlich falsch gestellt, aber sie wird immer wieder so gehört.

Zuerst bedarf es keiner Betonung, daß es die Voraussetzungen zu schaffen gilt, daß jede Mutter ihr Kind unter bestmöglichen Bedingungen austragt. Einige Mitglieder gesetzgebender Körperschaften haben sich seit Jahren darum bemüht, indem sie Gesundheitsvorsorge, Schwangerenberatung, Wohnung, eine angemessene Erziehung, Familienzulagen usw. forderten.

Letztlich haben aber sogar die Gesetze, die man als repressiv darstellt, weil sie die Abtreibung unter Strafe stellen, dasselbe Ziel: ihr vorzubeugen, indem sie dem Ungeborenen Rechtsschutz gewähren.

Der Vergleich mit der Sicherheit im Straßenverkehr drängt sich auf: Zu Recht veranstalten die öffentlichen Stellen Unfallvorbeugungs-Kampagnen, die glücklicherweise auch Erfolg haben. Aber diese vorbeugenden Maßnahmen können die Strafverfolgung von Rasern nicht ersetzen, die das Leben Dritter in Gefahr bringen.

blint.gif (141 octets) Next page.

blint.gif (141 octets) Back to "Prävention - Repression - Adoption".

blint.gif (141 octets) Back to "Inhaltsverzeichnis".