Unterscheidet sich die Ideologie der Verfechter der Abtreibung nicht doch von der Nazi-Ideologie?

Die Nazi-Ideologie teilte die Menschen in zwei Kategorien: absolut rechtlose "Untermenschen" zum einen, mit allen Rechten ausgestattete "Herrenmenschen" zum andern.

Trotz aller sonstigen Unterschiede hat die Abtreibungs-Ideologie mit der Nazi-Ideologie doch eine grundlegend gleiche lebensfeindliche Inspiration gemein. Ihre Rechtfertigung wird zwar unterschiedlich verpackt, aber die daraus resultierende Praxis läuft auf dasselbe hinaus. Natürlich ist auf der emotionalen Ebene, auf der in der modernen Gesellschaft leider oft ausschließlich argumentiert wird, der Unterschied zwischen Abtreibungs-Ideologie und Nazi-Ideologie gewaltig. Im Falle der Abtreibung wird ein Menschenleben als wertlos angesehen, welches noch nicht das Bewußtseinsalter erreicht hat. Das Opfer hat noch nie etwas intellektuell-bewußt erlebt; es erleidet die Tötung entsprechend "nur" sinnlich, leidet dabei nicht mehr als ein Tier, das man tötet. Hinzu kommt, daß das abzutreibende "Leben" von niemandem geliebt oder gewollt wird (wenn schon die Eltern das Kind töten wollen). In einem Nazi-Vernichtungslager passiert hingegen in dieser rein emotionalen Sicht etwas viel "Schlimmeres". Dennoch: Die Frage, ob das Opfer ein Mensch ist, bleibt in beiden Fällen völlig ausgeschaltet. Führt man diese emotionale Argumentation weiter (die den heutigen Abtreibungs-Befürwortern als Ausrede und Rechtfertigung dient), so rechtfertigt sie die Eliminierung eines jeden Menschen, der (noch) kein intellektuell-bewußtes Leben geführt hat. Tatsächlich geben einige Abtreibungs-Philosophen auch zu, daß konsequenterweise unter den gleichen Bedingungen, wie sie für die Abtreibung gelten auch die Tötung von geborenen Babys theoretisch zu befürworten sei - nur werde es aus emotionalen Gründen nicht laut gesagt.

Gleichgültig, ob als Grund angegeben wird, es handle sich um Juden, Zigeuner, Behinderte, Ungeborene oder Unerwünschte - der sich ergebende Horror ist in allen Fällen derselbe. Was nutzt es also, wenn die Ideologie eine andere ist, wo doch die Praxis dieselbe bleibt?

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