Werden hier nicht für die Gesellschaft vergleichbare Kriterien ins Feld geführt wie für die Paare?

Die von gewissen Frauen oder ihren Partnern ins Feld geführten Argumente zugunsten der Abtreibung beruhen auf dem Interesse, der Nützlichkeit und dem Recht auf risikolose Lust. Soweit es sich um das "Übel" der Fortpflanzung als mögliche Folge des "Gutes" der Lust handelt, wird totale Wirksamkeit gefordert. Der Stärkere kann also nach Belieben sein Recht ausüben und die Abtreibung "legitimieren".

a) Die Interessen der menschlichen Gesellschaft werden von den Stärkeren definiert, konkret: durch jene, die Erfolg haben und/oder sich durchsetzen. Der Erfolglose steht dem Glück des Erfolgreichen im Weg, bedroht sogar seine Sicherheit. Folglich, so sagen die Reichen, ist unsere Sicherheit die Grundlage unseres Rechts, womit wir berechtigt sind, uns gegen die Drohungen zu verteidigen, die von den Ärmsten ausgehen, welche durch ihre bloße zahlenmäßige Masse eine Gefahr für uns darstellen. Da der Weltmarkt sie nicht erträgt, müssen wir gegen ihre Proliferation mit allen Mitteln Dämme errichten. Die Reichen stellen für die Schwächsten also eine Bedrohung dar.

b) Diese Verhaltensweise findet seine Analogie in einem anderen Vorgehen, das ebenfalls angeblich zum Wohle der Gesellschaft stattgefunden hat. Schon 1926 wurde es deutlich, als in der UdSSR die Abtreibung legalisiert wurde, um die Bevölkerung völlig der staatlichen Planung zu unterwerfen. Die UdSSR hat als erste aus Gründen der Staatsräson die Abtreibung legalisiert.

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